Erst ordentlich, dann fristlos: Azubi-Kündigungen unwirksam

Erst erwies sich die Formulierung der Kündigung als problematisch. Dann stellte das Arbeitsgericht (ArbG) Heilbronn klar, dass bei minderjährigen Auszubildenden mehrere unentschuldigte Fehlzeiten nicht ohne Weiteres für eine Kündigung ausreichen.

Keine Eile bei der Suche nach einem neuen Job

Eine Arbeitgeberin kündigt einem Angestellten ordentlich und stellt ihn frei. Handelt es sich seinerseits um böswilliges Unterlassen anderweitigen Verdienstes, wenn er sich vor Ablauf der Kündigungsfrist nicht um ein neues Arbeitsverhältnis bemüht? Nein, sagt das Bundesarbeitsgericht.

Beleidigungen in Chatgruppe können Kündigungsgrund sein

Bei der Verwendung sozialer Medien befinden sich die Nutzer nicht im rechtsfreien Raum. Immer häufiger sind entsprechende Sachverhalte Gegenstand von Gerichtsverhandlungen. Um eine Kündigung wegen beleidigender und menschenverachtender Äußerungen gegenüber Kolleginnen und Kollegen in einer Chatgruppe ging es in einem Fall, das jetzt das Bundesarbeitsgericht entschieden hat.

Arbeitszeitbetrug: Auch der Verdacht rechtfertigt Kündigung

Ein Arbeitgeber darf einem Arbeitnehmer auch aufgrund des bloßen Verdachts eines erheblichen Fehlverhaltens ordentlich kündigen. Dafür müssen Tatsachen vorliegen, die zugleich eine außerordentliche und fristlose Kündigung gerechtfertigt hätten. Bloße, auf mehr oder weniger haltbare Vermutungen gestützte Verdächtigungen reichen hingegen nicht aus.

Nachkündigung des Air-Berlin-Personals ist wirksam

Gut fünf Jahre ist es her, da meldete mit Air Berlin die seinerzeit zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Insolvenz an. Neben anderen Konsequenzen kostete das auch rund 8.000 Mitarbeitern den Job. Bei der ersten Kündigungswelle ging einiges schief. Jetzt hat das Bundesarbeitsgericht über die Nachkündigung entschieden.