Der Fall „Diarra“ geht weiter: Ex-Profi verklagt FIFA und belgischen Verband

Der Ex-Fußballprofi Lassana Diarra verklagt den Weltfußballverband FIFA und den Belgischen Fußballverband auf 65 Millionen Euro. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte Transferregeln als rechtswidrig eingestuft und der ehemalige Spieler von Real Madrid will Entschädigung, weil durch sie die Fortsetzung seiner Karriere behindert wurde.
Der Fall Diarra: FIFA-Regeln verstoßen gegen Unionsrecht

Das Transfersystem des Weltfußballs ist nach dem Bosman-Urteil vor knapp 30 Jahren einmal mehr in seinen Grundfesten erschüttert: Der Europäische Gerichtshof erklärte per Urteil Regelungen im Zusammenhang mit der Arbeitnehmerfreizügigkeit für nicht vereinbar mit dem Unionsrecht.
Restriktive FIFA-Regeln zu Spielertransfers möglicherweise unionsrechtswidrig

Die Regelungen der FIFA zu einem denkbaren Rechtsstreit zwischen einem Fußballverein und einem Spieler nach Auflösung des Vertrages ohne triftigen Grund könnten gegen Unionsrecht verstoßen. Zumindest ist das die Ansicht von Generalanwalt Maciej Szpunar, der dem Europäischen Gerichtshof vorschlägt, diese Unvereinbarkeit festzustellen. Darin könnte eine Verletzung der Freizügigkeit von Arbeitnehmern und ein Verstoß gegen Wettbewerbsrecht liegen.
