5.8_Vertriebscompliance

03.12.2026 in digitaler Form

Lernziele

Zahlreiche prominente und in der Öffentlichkeit oft kontrovers diskutierte EU-Gesetze aus dem Fahrwasser des Green Deal und des New Legislative Framework wirken sich unmittelbar auf den Geschäftsbetrieb und den Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen aus – auch wenn sie angesichts aktueller Deregulierungstendenzen vielfach für obsolet erklärt wurden.

Dieser Lehrgang zeigt, dass diese Regelwerke keineswegs an Relevanz verloren haben, sondern sehr präsent und für Unternehmen von erheblicher praktischer Bedeutung sind. Die Teilnehmenden erhalten einen strukturierten Überblick darüber, welche dieser Gesetze branchenübergreifend gelten und auch solche Unternehmen treffen, die Produkte nicht selbst herstellen, sondern lediglich vertreiben oder in der EU in Verkehr bringen.

Der Lehrgang vermittelt, welche Regelungen in den Bereichen Produktsicherheits-, Verpackungs-, Extended-Producer-Responsibility (EPR)-, Lieferketten-, Transparenz und-Greenwashing- Regulierung bestehen – darunter viele, die in der Unternehmenspraxis bislang wenig Beachtung finden –, wie sie ineinandergreifen und welche konkreten Auswirkungen sie auf den Geschäftsbetrieb und den Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen haben.

Zudem wird aufgezeigt, wie sich Haftungsrisiken durch klare Zuständigkeiten und wirksame Kontrollmechanismen vermeiden lassen, welche Rolle effektives Datenmanagement und leistungsfähige IT-Lösungen bei der Umsetzung spielen und warum gerade jetzt der richtige Zeitpunkt ist, sich mit diesen Regelungen auseinanderzusetzen.

Zielgruppe

  • Unternehmensjuristen und Syndikusrechtsanwälte
  • Chief Compliance Officer
  • Verantwortliche für Produktsicherheit, Einkauf und Lieferkettenmanagement

Lehrgangsinhalte

  • Produktsicherheit, Konformität und Registrierungspflichten (GPSR, WEEE, EU-BattVO)
  • Produktdesign & Verpackung (PPWR, EPR, ESPR/DPP)
  • Lieferketten-Risikomanagement (CSDDD, LkSG, EU-Zwangsarbeitsverordnung, EU-Konfliktmineralienverordnung)
  • Produktbezogener Transparenznachweis – Entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR)
  • Greenwashing & Verbraucherschutz (EmpCo, Green Claims)

Referenten

Bauer_Clemens
Clemens Bauer
Schwinger, Judith_web
Judith Marie Schwinger
Urband_Thomas
Thomas Urband
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Dr. Tobias von Tucher, LL.M.

Agenda

3. Dezember 2026 | Online

09.00 – 09.20 Uhr
Begrüßung & kurze Vorstellung

09.20 – 10.05 Uhr
Vetriebscompliance - aktuelle Entwicklung und die Deregulierungsdebatte
  • Entwicklung der EU-Regulierungslandschaft
  • Deregulierung oder Scheinentwarnung
  • Auswirkungen auf Geschäftsbetrieb und Vertrieb

10.05 – 10.50 Uhr
Produktdesign & Verpackung (PPWR, GPSR, BattVO, ESPR/DPP)
  • Anforderungen an Produkts- und Verpackungsgestaltung
  • Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR)
  • Digitaler Produktpass (DPP)

10.50 – 11.05 Uhr
Kaffeepause

11.05 – 11.50 Uhr
Lieferketten-Risikomanagement und Transparenz
  • Sorgfaltserklärung für entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR)
  • LkSG und CSDDD als Rahmen für Sorgfaltspflichten
  • Verbot von Zwangsarbeit im Rahmen der EU-Zwangsarbeits-VO

11.50 – 12.35 Uhr
Greenwashing & Verbraucherschutz (EmpCo, Green Claims)
  • Status der EmpCo-Richtlinie
  • Anforderungen an Umweltaussagen
  • Wirksame Nachhaltigkeitskommunikation

12.35 – 13.05 Uhr
Digitale Regulierung (DSA, AI Act, NIS-2)
  • Transparenz nach dem DSA
  • Anforderungen nach dem AI Act Maßnahmen nach der NIS-2-Richtlinie

13.05 Uhr
Wrap-up und Verabschiedung

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