Prompting für Unternehmensjuristen

10.12.2027 in Frankfurt am Main

Lernziele

Generative KI kann juristische Arbeit erheblich beschleunigen – vorausgesetzt, Aufgaben werden präzise formuliert und die Ergebnisse systematisch gesteuert und überprüft. Gerade bei komplexen juristischen Fragestellungen reicht ein einfacher Prompt häufig nicht aus.

Der Lehrgang vermittelt praxisnah, wie Unternehmensjuristen KI durch professionelles Prompting gezielt für ihre tägliche Arbeit einsetzen. Die Teilnehmenden lernen, juristische Aufgaben in geeignete Prompts zu übersetzen, komplexe Aufgabenstellungen zu strukturieren und durch mehrstufiges Prompting bessere und verlässlichere Ergebnisse zu erzielen. Im Mittelpunkt stehen konkrete Übungen aus dem Alltag einer Rechtsabteilung. Die Teilnehmenden entwickeln und optimieren eigene Prompts und erarbeiten wiederverwendbare Prompt-Strukturen und Templates für typische Legal Use Cases.

Nach dem Lehrgang können die Teilnehmenden:
  • juristische Aufgabenstellungen systematisch in wirksame Prompts übersetzen,
  • Kontext, Rolle, Aufgabe, Anforderungen und Ausgabeformat gezielt definieren,
  • komplexe Aufgaben durch Prompt Chains und iterative Verfahren bearbeiten,
  • KI für typische juristische Use Cases effizient einsetzen,
  • Ergebnisse kritisch prüfen und typische Fehler und Halluzinationen erkennen,
  • eigene Prompt-Templates für wiederkehrende Aufgaben entwickeln.

Zielgruppe

Der Lehrgang richtet sich an Unternehmensjuristen, Legal Counsel, Senior Legal Counsel, General Counsel, Heads of Legal sowie Mitarbeitende aus Legal Operations und Compliance, die generative KI bereits einsetzen oder künftig systematischer für ihre tägliche Arbeit nutzen möchten.

Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Grundlegende Erfahrungen mit ChatGPT, Copilot oder vergleichbaren KI-Anwendungen sind hilfreich.

Lehrgangsinhalte

  • Grundlagen guten Promptings für juristische Aufgaben
  • Aufbau und Struktur professioneller Legal Prompts
  • Kontext, Rollen, Instruktionen, Referenzmaterial und Output-Formate
  • Vom einfachen Prompt zum strukturierten Prompt-Workflow
  • Iteratives Prompting und Prompt Chains
  • Arbeiten mit langen Dokumenten und umfangreichen Sachverhalten
  • Vertragsanalyse, Vertragsgestaltung und Klauselvergleich
  • Juristische Recherche und Aufbereitung von Rechtsfragen
  • Erstellung und Überarbeitung juristischer Texte
  • Zusammenfassungen, Management Briefings und Entscheidungsvorlagen
  • Qualitätskontrolle: Halluzinationen, Fehler und unvollständige Ergebnisse erkennen
  • Entwicklung eigener Prompt-Templates und Prompt Libraries
  • Datenschutz, Vertraulichkeit und verantwortungsvoller Umgang mit Unternehmensinformationen

Referenten

Henning, Stuke_web
Henning Stuke

Agenda

10. Dezember 2027 | Präsenz

09.30– 09.45 Uhr
Begrüßung & kurze Vorstellung

09.45 – 10.45 Uhr
Modul 1 | Der perfekte Promt

I. Was macht einen guten Legal Prompt aus?
  • Wie Large Language Models mit Prompts arbeiten
  • Warum juristisches Prompting besondere Anforderungen stellt
  • Von der spontanen Frage zum strukturierten Arbeitsauftrag
  • Die wichtigsten Bausteine eines guten Legal Prompts
  • Typische Prompting-Fehler in der juristischen Praxis
Praxisübung: Aus einem schlechten Prompt einen guten Legal Prompt machen

II. Die Prompting-Werkstatt: Methoden und Techniken
  • Rolle, Kontext, Ziel und Aufgabe richtig definieren
  • Mit Referenztexten, Beispielen und klaren Kriterien arbeiten
  • Ausgabeformat und Detailtiefe steuern
  • Rückfragen durch die KI gezielt nutzen
  • Iteratives Prompting: Ergebnisse Schritt für Schritt verbessern
  • Prompt Chains für komplexere juristische Aufgaben
Hands-on: Einen komplexen juristischen Sachverhalt mit unterschiedlichen Prompting-Methoden bearbeiten

10.45 – 11.15 Uhr
Kaffeepause

11.15 – 12.30 Uhr
Modul 2 | Legal Use Cases I – Analysieren, prüfen, vergleichen
Prompting für typische Aufgaben in der Rechtsabteilung

  • lange Dokumente und Sachverhalte strukturieren
  • Verträge analysieren und Risiken identifizieren
  • Klauseln vergleichen und Abweichungen herausarbeiten
  • Informationen aus mehreren Dokumenten zusammenführen
  • Red Flags anhand definierter Kriterien identifizieren
  • Ergebnisse strukturiert für die weitere juristische Prüfung aufbereiten
Hands-on Case: Vertragsprüfung mit KI – vom ersten Prompt zur strukturierten Risikoanalyse

12.30 – 13.30 Uhr
Mittagspause

13.30 – 14.30 Uhr
Modul 3 | Legal Use Cases II – Drafting, Research & Kommunikation

  • Vertragsklauseln entwerfen und überarbeiten
  • alternative Formulierungen und Verhandlungspositionen entwickeln
  • Legal Research vorbereiten und strukturieren
  • komplexe Rechtsfragen in Teilfragen zerlegen
  • juristische Texte zusammenfassen und adressatengerecht aufbereiten
  • Management Briefings und Entscheidungsvorlagen erstellen
  • E-Mails und interne Kommunikation effizient vorbereiten
Hands-on: Ein Sachverhalt – unterschiedliche Prompts für Legal, Business und Management

14.30 – 15.00 Uhr
Kaffeepause

15.00 – 16.30 Uhr
Modul 4 | Advanced Prompting & Best Practice

I. Advanced Prompting: Von Einzelprompts zu Legal Workflows
  • Mehrstufige Prompting-Prozesse aufbauen
  • „Analyse → Prüfung → Gegenprüfung → Ergebnis“ als Workflow
  • KI zur Qualitätskontrolle der eigenen Ergebnisse einsetzen
  • Prompts mit Checklisten, Policies und Playbooks kombinieren
  • wiederkehrende Aufgaben standardisieren
  • Prompt Templates und eine eigene Prompt Library entwickeln
Praxisübung: Aufbau eines wiederverwendbaren Prompt-Workflows für die eigene Rechtsabteilung

II. Qualität, Grenzen & Best Practices
  • Warum gute Prompts schlechte KI-Ergebnisse nicht vollständig verhindern
  • Halluzinationen und Scheingenauigkeit erkennen
  • Ergebnisse verifizieren und Gegenprüfungen einbauen
  • Umgang mit vertraulichen Informationen und personenbezogenen Daten
  • Dos & Don’ts für den Einsatz im juristischen Alltag
Abschluss: Die 10 wichtigsten Prompting-Regeln für Unternehmensjuristen

16.30 Uhr
Verabschiedung

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