3.5_AGENTIC AI

09.06.2026 in Frankfurt am Main

Lernziele

Mit agentischer KI werden wir vom Tool-Nutzer zum Manager digitaler Systeme, die Aufgaben selbstständig erledigen. Dafür braucht es klare Ziele, gute Vorgaben und weiterhin fachliches Verständnis, um Ergebnisse richtig einzuordnen. Entscheidend ist künftig nicht Fleiß oder Prompting, sondern der strategische und kritische Umgang mit KI.

Die Teilnehmenden erhalten zunächst ein Grundverständnis von Agentic AI: Was KI-Agenten sind, wie sie sich von Chatbots und LLMs unterscheiden und wie sie technisch aufgebaut sind. So können sie Einsatzmöglichkeiten im eigenen Unternehmen erkennen und bewerten.

Anschließend werden die rechtlichen Aspekte behandelt, insbesondere Haftung, regulatorische Anforderungen sowie Governance und Kontrolle beim Einsatz solcher Systeme.

Zum Abschluss werden konkrete Use Cases – auch in Rechtsabteilungen selbst – analysiert, z. B. zur Unterstützung von Beratungsprozessen oder zur Automatisierung von Prüfungen. Chancen, Grenzen und Risiken werden dabei kritisch eingeordnet.

Zielgruppe

  • General Counsel / Heads of Legal
  • Unternehmensjuristen
  • Compliance-Verantwortliche
  • Legal Tech-Verantwortliche

Lehrgangsinhalte

  • Grundverständnis der Begriffe und der Technologie von Agentic AI
  • Workshop zur praktischen technischen Anwendung eigener Use Cases
  • Rechtlicher Rahmen und Haftungsfragen beim Einsatz von Agentic AI im Unternehmen
  • Use Cases von Agentic AI in der Rechtsabteilung

Referenten

Lofent, Tobias_web
Tobias Lofent
Reischl, Erik_hp
Erik Reischl
weigelt-frank
Frank Weigelt

Agenda

09. Juni 2026 | Präsenz

09.00 – 09.15 Uhr
Begrüßung & kurze Vorstellung

09.15 – 10.30 Uhr
BLOCK 1 | Einführung in die Agentic AI-Technik – Part 1: Grundbegriffe
I. Von Generativer KI zu Agentic AI –
Grundkonzepte verstehen - von LLM-Chatbots über LLM mit Tools zu Agentic AI
  1. Multi-Agent-Systeme
  2. Auffrischung "LLM"
  3. RAG
  4. MCP (Model Context Protocol)
  5. Human-in-the-Loop
  6. Small Language Models (SLMs)
  7. AI-Workflow, OpenAI-Agent-Mode

II. Plattformen zur Herstellung von Agentic AI
  1. Vorstellung und Spezifika
  2. Vor-/Nachteile/Risiken der Technologie

Erik Reischl, Anwendungsentwickler für Handelssysteme, Landesbank Hessen-Thüringen

10.30 – 10.45 Uhr
Kaffeepause

10.45 – 12.00 Uhr
BLOCK 1 | Einführung in die Agentic AI-Technik – Part 2: Anwendungsworkshop
I. Architekturaufbau eines KI-Agenten / von der Zerlegung von Aufgaben zu einer Aufgaben-Struktur –
Beispiel eines Agentenprozesses
II. Einen echten agentischen Workflow mit Use Cases der Teilnehmenden erstellen
III. Auswertung – Gemeinsame Analyse, wie sinnvoll und machbar hier eine agentische KI in diesem Use Case wäre

Erik Reischl, Anwendungsentwickler für Handelssysteme, Landesbank Hessen-Thüringen

12.00 – 13.00 Uhr
Mittagspause

13.00 – 14.15 Uhr
BLOCK 2 | Juristische Implikationen vom Einsatz von Agentic AI im Unternehmen
I. Typische Einsatzfelder im Unternehmen –
Anwendungsbeispiele in Vertrieb, HR, Einkauf, Compliance
II. Haftungsfragen
  1. Organisationspflichten:
    Kontrolle, Governance und Dokumentation sicherstellen
  2. Haftung für fehlerhafte Entscheidungen
  3. Produkthaftung
  4. Deliktische Haftung
III. AI Act Relevanz
  1. AI-System
  2. High Risk Systeme
IV. Governance
  1. AI Policies
  2. Human Oversight
  3. Logging
  4. Audit Trails

Tobias Lofent, Legal Counsel, Corporate Legal & Compliance, Schwabe Group

14.15 – 14.45 Uhr
Kaffeepause

14.45 – 16.00 Uhr
BLOCK 3 | Agentic AI in der Rechtsabteilung – von der Idee zur Umsetzung
I. Use Cases: Wo kann Agentic AI in der Rechtsabteilung wirklich helfen?
  • Einstieg: Wie identifizieren wir sinnvolle Automatisierungspotenziale?
  • Interaktive Bestandsaufnahme: Wo liegen die größten Effizienzreserven im Legal-Alltag?
  • Systematische Analyse und Clusterung typischer Zeitkiller in Rechtsabteilungen

II. Priorisierung: Welche Use Cases haben den größten Hebel? Kernfrage: Darf eine Rechtsabteilung KI-basierte Beratung anbieten?
  • falsche Beratung
  • unzureichende Prüfung
  • fehlerhafte Empfehlungen

III. Vom Use Case zum Agenten: Eine praktische Skizzierung
  • Wie wird aus einem konkreten Problem ein funktionsfähiger KI-Agent?
  • Welche Voraussetzungen braucht ein Unternehmen für einen ersten Piloten?

IV. Governance und Verantwortung: Rechtssicher agieren
  • Human in the Loop: Wann muss zwingend ein Jurist entscheiden?
  • Freigabestrukturen: Low Risk vs. High Risk – wie gestalten wir das praktisch?
  • Dokumentationspflichten: Entscheidungen, Modelle, Datenquellen

Frank Weigelt, Vice President Legal & Head of Compliance, Unite Services GmbH & Co. KG

16.00 – 16.30 Uhr
Abschlussdiskussion: Agentic AI & Zukunft der Rechtsabteilung
  • Zukunftsvisionen: Wird Agentic AI Juristen ersetzen, produktiver machen, oder auch noch etwas ganz anderes verändern?
  • Startaufwand: Wie viel Manpower soll beim Start dahinterstehen?
  • Personal: Wie bilden wir Mitarbeitende aus? Welche Mindestanforderungen sollen sie dafür mitbringen? Was für ein Team bringen wir zusammen
  • Uses Cases: Welche Use Cases sind heute schon vertretbar – und wo liegt aktuell die rote Linie?

Moderation: Tobias Lofent, Legal Counsel, Corporate Legal & Compliance, Schwabe Group

16.30 Uhr
Verabschiedung

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