Die Funke Mediengruppe ist in diesem bereits mit einigen bekannten Titeln vertreten. „Insgesamt gibt es in diesem Bereich aber noch ausreichend Wettbewerb durch größere Verlage wie Burda, Bauer und Klambt sowie auch durch kleinere Verlage“, so der Kommentar von Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt. „Daher konnten wir den Erwerb durch Funke freigeben.“ Er führte weiter aus, dass entscheidend für die Freigabe auch die Tatsache war, dass die Printwerbevermarktung der Zeitschriften nicht mit übernommen wird. „In dem Bereich hat die von Funke mitkontrollierte Vermarktungsgesellschaft BCN bereits eine sehr starke Marktposition“, sagte Mundt. Nach Gesprächen mit dem Bundeskartellamt hätten die Zusammenschlussbeteiligten entschieden, dass wie bisher Ad Alliance für die Anzeigenvermarktung für „Gala“ und „Brigitte“ zuständig bleibt.
Künftige Prüfung nicht ausgeschlossen
Die Ad Alliance ist eine Vermarktungsgesellschaft für TV-, Print-, Digital- und Audio-Werbung, die unter anderem RTL, Gruner + Jahr und andere Partner bündelt. Damit sei sichergestellt, dass die Printvermarktung der beiden anzeigenumsatzstarken Titel unabhängig von Funke beziehungsweise BCN erfolgen wird. Sollte sich zukünftig an dieser Situation etwas ändern und auch die Anzeigenvermarktung übergehen, zöge das eine erneute kartellrechtliche Überprüfung nach sich, kündigte das Bundeskartellamt an. Auf den Lesermärkten im Bereich Frauenzeitschriften waren wettbewerbliche Probleme weder bei Abgrenzung eines umfassenden Marktes für Frauenzeitschriften noch bei gesonderter Betrachtung kleinteiligerer Märkte etwa für Yellow-Press, People-Magazine oder Qualitäts-Frauenzeitschriften zu erwarten. Burda verbreitet bei den höherwertigen Frauenzeitschriften insbesondere die „Bunte“ und die „Freundin“, Klambt die „Für Sie“ und die „Grazia“ und Bauer die „Cosmopolitan“. Daneben gibt es etablierte Titel weiterer Verlage wie „Maxi“, „Emotion“, „Glamour“ und „Frau im Leben“.
Copyright Bild: Getty Images für Unsplash +
