Die Ergebnisse der Untersuchung
Nach einer Prüfung gemäß der EU-Fusionskontrollverordnung hat die EU-Kommission mitgeteilt, dass der Wettbewerb auf diesen Märkten durch die Übernahme nicht spürbar eingeschränkt wird. Die Behörde begründet ihre Entscheidungen auch mit der genossenschaftlichen Struktur von Arla. Das Unternehmen sei verpflichtet, die gesamte Milch seiner Mitglieder abzunehmen und zahle seinen Mitgliedsbetrieben unabhängig vom Standort denselben Milchpreis. Zudem könnten Landwirte bei Unzufriedenheit zu anderen Genossenschaften wechseln. Auch auf den Märkten für Eigenmarkenprodukte und Zutaten auf Molkebasis erwartet die Kommission weiterhin ausreichend Wettbewerbsdruck. Einzelhändler würden Milchprodukte regelmäßig ausschreiben und von mehreren Anbietern beziehen. Zudem stünden den beteiligten Unternehmen weiterhin zahlreiche Wettbewerber gegenüber. Die Kommission prüfte auch mögliche Bündelungs- oder Kopplungseffekte, sah jedoch keine Anhaltspunkte dafür, dass die Übernahme die Verhandlungsposition von Arla gegenüber Einzelhändlern wesentlich stärken würde. Folglich genehmigte die Behörde den Zusammenschluss ohne Auflagen. Das Vorhaben war am 17. April 2026 bei der Kommission angemeldet worden und wurde im Vorprüfverfahren (Phase I) freigegeben.
DMK zählt rund 4.000 deutsche Milchbauern zu seinen Mitgliedern. Die niederländische Genossenschaft DOC vertritt etwa 600 Mitglieder in Deutschland und den Niederlanden. Arla wiederum vereint nach eigenen Angaben mehr als 7.000 Landwirte in mehreren europäischen Ländern.
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