Erneut ist die Zahl der Syndizi in Deutschland gestiegen. Laut der Jahresstatistik der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) legte sie im Vergleich zu 2025 um 9,15 Prozent auf 8.279 zu. Damit setzt sich der seit Jahren beobachtete Wachstumstrend fort. Im bundesweiten Vergleich gibt es die meisten Syndikusrechtsanwälte weiterhin im Bezirk der Rechtsanwaltskammer München (1.202), gefolgt von Düsseldorf (857), Frankfurt am Main (839) und Hamm (748). Auch die Anzahl an Syndizi und Rechtsanwälten mit Doppelzulassung ist gestiegen. Zum Stichtag 1. Januar 2026 wurden 20.848 gezählt – ein Plus von rund 3,2 Prozent. Auffällig bleibt der hohe Frauenanteil in dieser Berufsgruppe: Bei reinen Syndizi liegt er bei knapp 60 Prozent und damit deutlich über dem Niveau anderer Zulassungsarten.
Weitere Entwicklungen
Während die Zahl der Syndizi wächst, sinkt die Zahl der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in Einzelzulassung leicht. Sie lag zum Stichtag bei 138.420 und damit um rund 0,2 Prozent unter dem Wert vom Vorjahr. Die BRAK meldet für die 28 Rechtsanwaltskammern in Deutschland einen leichten Anstieg an Mitgliedern. Deren Gesamtzahl lag am Stichtag bei 173.504, das entspricht einem Plus von 0,83 Prozent. Nach Angaben der Kammer ist dieser Zuwachs darauf zurückzuführen, dass sowohl die Anzahl der Syndizi als auch die der nichtanwaltlichen Mitglieder nach § 60 Absatz 2 Nr. 3 der Bundesrechtsanwaltsordnung zugenommen hat. Insgesamt führten 47.436 Berufsträger 58.177 Fachanwaltstitel, was ein leichter Rückgang um 0,8 Prozent bedeutet. Arbeitsrecht bleibt mit großem Abstand die beliebteste Fachanwaltschaft, gefolgt von Familienrecht. Mit größerem Abstand belegt Steuerrecht den dritten Platz. Die höchsten Zuwächse verzeichneten die Fachanwaltschaften für Vergaberecht, Migrationsrecht und IT-Recht. Deutliche Rückgänge gab es hingegen beim Urheber- und Medienrecht, im Transport- und Speditionsrecht und im Sozialrecht.
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