Neue Führungskultur: Moderation statt Kontrolle, Freiräume statt Restriktionen

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Neue Führungskultur: Moderation statt Kontrolle, Freiräume statt Restriktionen

Aktuell sind viele Führungskräfte gefordert, den Umstieg ihrer Mitarbeiter vom Homeoffice zurück ins Büro möglichst reibungslos zu gestalten. Dies zwingt sie, ihr eigenes Verhalten als Vorgesetzte zu reflektieren, sagt das Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) – und sieht Chancen für eine neue Führungskultur.

Arbeiten von zu Hause hat durch die Corona-Pandemie hierzulande einen unerwarteten Schub erhalten. Zuvor hatten sich weite Teile der Wirtschaft gegen Homeoffice-Lösungen gewehrt, und auch die Politik rang eher zäh um die angemessenen Rahmenbedingungen. Quasi über Nacht wurde der Heimarbeitsplatz erst zur Notwendigkeit und bald darauf zur Selbstverständlichkeit. Inzwischen kehrt vielerorts allmählich der betriebliche Alltag ein.

 

Rückkehr ins Büro für Mitarbeiter ein Kulturschock

Zahlreiche Beschäftigte müssen sich wieder in ihre Büros einfinden, und das ist durchaus doppeldeutig gemeint. Denn in den vergangenen Monaten haben die meisten die Vorzüge eines selbstbestimmten Arbeitens kennen- und schätzen gelernt. Umso größer könnte nun der Kulturschock eines überholten Führungsstils ausfallen, der vor allem auf Kontrolle und Anwesenheit setzt. Gefragt sind vielmehr klare Kommunikation, Transparenz und Teilhabe.

 

Homeoffice-Erfahrungen in Büroalltag übertragen

Was die Basis für Arbeiten von zu Hause war, sei „jetzt noch wichtiger geworden“, sagt Dr. Marlen Cosmar, Psychologin und Referentin am Berliner Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG). Von Führungskräften fordert sie ein Bewusstsein für diese neue Situation ein. Es gehe darum, die positiven Erfahrungen aus der Homeoffice-Zeit zu bewahren und in den den regulären Arbeitsalltag zu übertragen.

 

Situation bietet Chance für bessere Führungskultur

Führungskräfte sollten überlegen, ob die zuletzt eingeübte Arbeitsweise nicht auch bei der Rückkehr ins Büro aufrechterhalten werden könne, regt IAG-Referentin Dr. Marlen Cosmar an: Moderation statt Kontrolle, Freiräume statt Restriktionen. Das könne für Vorgesetzte möglicherweise bedeuten, ihr Verhalten umzustellen und stärker zielorientiert zu führen. „Die aktuelle Situation bietet die Chancen für eine neue und bessere Führungskultur.“

Bildnachweise: © imago images /   Imaginechina-Tuchong

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