Corona-Krise: Wirtschaftsministerium fördert Beratung von KMU und Freiberuflern

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Corona-Krise: Wirtschaftsministerium fördert Beratung von KMU und Freiberuflern

Die Corona-Pandemie hat für immer mehr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie für Freiberufler drastische, zum Teil arbeitsplatz- oder existenzgefährdende Auswirkungen. Neben Sofortzuschüssen benötigen sie professionelle Beratung in betriebswirtschaftlichen Fragen. Das Bundeswirtschaftsministerium trägt hierbei bis zu 4.000 Euro der Kosten.

Waren zunächst insbesondere Unternehmen aus der Tourismusbranche, Event-Manager, Messeveranstalter und -bauer sowie der Gastronomiebereich betroffen, sind längst auch Handwerksbetriebe und – oft freiberuflich arbeitende – Dienstleister von der Corona-Krise erfasst. Weil betriebswirtschaftliches Know-how in der Tiefe zumeist fehlt, benötigt dieser Kreis eine schnelle, unbürokratische Unterstützung in Gestalt professioneller Berater.

 

Verbesserte Förderkonditionen für KMU

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat daher die Rahmenrichtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows vom 28. Dezember 2015 um ein Modul für von der Corona- Krise betroffene KMU ergänzt. Die geänderten Förderkonditionen für die Inanspruchnahme professioneller Beratungsleistungen sind bis zum 31. Dezember 2020 befristet. Die Finanzierung aus Mitteln der BMWi ist als Hilfe zur Selbsthilfe gedacht.

 

Finanzielle Hilfe mittels Zuschüssen

Die Betroffenen sollen in die Lage versetzt werden, die betriebswirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für ihr Geschäft abzumildern und letztlich ihre Existenz zu sichern. Wie aus einer am 2. April 2020 veröffentlichten Bekanntmachung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz im Bundesanzeiger hervorgeht, wird die Förderung als Zuschuss gewährt. KMU und Freiberufler müssen das Geld also nicht zurückzahlen.

 

Förderleistung auf 4.000 Euro begrenzt

Der Zuschuss ist jedoch gedeckelt: Die in diesem Zusammenhang maximal förderfähigen Beratungskosten betragen 4 000 Euro. Hierzu zählt das BMWI „neben dem Honorar auch Auslagen und Reisekosten der Beraterinnen und Berater, nicht jedoch die Umsatzsteuer“. Der Zuschuss wird direkt an das jeweilige Beratungsunternehmen ausgezahlt, vermutlich vorrangig, um in der Praxis dessen zweckgebundene Verwendung sicherzustellen.

 

Informationen über das BAFA abrufbar

Das neue Modul ergänze die finanziellen Instrumente, die die Bundesregierung Ende März beschlossen habe, heißt es in der Mitteilung des Bundeswirtschaftsministerium. Zu diesem Modul regelt das Merkblatt „Vom Coronavirus betroffene Unternehmen“ Näheres, das auf der Homepage des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle samt Hinweisen zur Antragstellung unter dem Menüpunkt Wirtschaft und Mittelstandsförderung abrufbar ist.

Bildnachweise: © imago images / agefotostock

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